Knaus Tabbert kehrt zurück

Knaus Tabbert kehrt zurück

Der deutsche Wohnwagen- und Wohnmobil-Hersteller Knaus Tabbert kehrt im Jahr 2010 mit schwarzen Zahlen ins Geschäft zurück und setzt noch mehr auf Qualität und die Befriedigung individueller Bedürfnisse seiner Kunden.

Neben Hymer ist Knaus Tabbert der wohl bekannteste und erfolgreichste Wohnwagenhersteller in Deutschland mit insgesamt zwei deutschen Produktionsstätten und einem Werk in Ungarn. 1960 legte der Architekt Helmut Knaus den Grundstein in Marktbreit am Main mit der Prämisse, sinnvolle Wohnwägen zu produzieren. Ein Jahr später schon kam der von Knaus produzierte und  weltweit berühmte Wohnwagen „Schwalbennest“ auf den Markt und war vom ersten Tag an erfolgreich, da er auch von einem Volkswagen (Vorläufer des VW Käfer) gezogen werden konnte. Das Werk in Marktbreit wurde dadurch zum ersten weltweiten industriellen Werk für den Bau von Wohnwagen.

Knaus Tabbert wieder in aufsteigendem Kurs

Bis zum Jahr 2009  beschäftigte das Unternehmen in Jandelsbrunn im Bayerischen Wald 1700 Menschen und stellte um die 18000 Wohnwagen und -mobile pro Jahr her. In der Branche stehen Knaus Tabbert-Modelle nach wie vor für Qualität und hohen Komfort. Im Jahr 2009 musste Knaus Tabbert allerdings Insolvenz anmelden und konnte mit nur noch 900 Mitarbeitern knapp 8000 Einheiten produzieren. Die auf Sanierungsfälle spezialisierte niederländische HTP hatte das Unternehmen Anfang 2009 aus der Insolvenz übernommen und half ihm, sich zu erholen und im neuen Jahr gestärkt aus der Krise hervorzutreten. Das ist Knaus Tabbert auch gelungen und präsentierte sich vergangene Woche stolz in optimistischer Gesinnung: im Jahr 2009 konnte es trotz der anfänglichen Pleite 130 Millionen Euro erwirtschaften, was im Vergleich zu dem Jahresumsatz von 300 Millionen vor der Krise immer noch Peanuts, aber trotzdem eine positive Bilanz sind. Dadurch ist Knaus Tabbert zurück im Geschäft und plant für die zweite Hälfte des Jahres 2010 wieder neue Mitarbeiter einzustellen und die Produktion voranzutreiben.

Optimistische Prognosen für das Geschäftsjahr 2010

Derzeit kann Knaus Tabbert 900 Menschen in der Firmenzentrale in Marktbreit am Main sowie im osthessischen Sinntal-Mottgers beschäftigen als auch in der Zentrale im ungarischen Nagyoroszi. Der niederländische HTP-Eigentümer Wim de Pundert ist zufrieden mit dem deutschen Tochterunternehmen und äußerte sich in einer Pressemitteilung mit den folgenden Worten. „Langfristig wollen wir Knaus Tabbert zu einem Branchenführer in Europa entwickeln“. Konkrete Prognosen für das kommende Geschäftsjahr wagen aber weder die HTP noch Giovanni Marcon, Vorsitzender der Geschäftsführung der Knaus Tabbert Group: „Wir gehen davon aus, in diesem Jahr wieder eindeutig schwarze Zahlen zu schreiben.“

Der CIVD (Caravan Industrie Verband e.V.) schätzt den Bestand an Reisemobilen in Deutschland auf rund 440.000 Fahrzeuge. Besonders im Sommer sind diese mobile Wohnungen beliebt, um in fremde Länder zu reisen und bezüglich der Übernachtung stets flexibel zu sein. Falls Sie sich auch noch ein Reisemobil für die kommende Urlaubssaison zulegen möchten, lohnt es sich auch, nach Gebrauchtwagen – Wohnmobilen Ausschau zu halten!

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